Ein Klosterschülerinnen-Report der anderen Art erwartet den etwas albern gestimmten Horrorfan mit dieser Zombie-Party, die nach dem Fantasy Filmfest und Halloween auch im Kino reüssieren soll. Bescheiden in Budget und Anspruch, scheint dieser Mitternachtscomic in der Spätschiene ausgewählter Kinos gut aufgehoben. Über diese Nischenbesetzung hinaus droht aber Besuchermangel, zumal vor und um Halloween größere Kaliber wie "Düstere Legenden 2", "Cherry Falls" oder "Blair Witch Project 2" den Markt dominieren dürften.
Wie schon in seinem Low-Budget-Horror-Thriller "The Killers", in dem ein paar Kids von fünf Killern durch ein altes Lagerhaus gehetzt wurden, konzentriert sich Regisseur Mike Mendez auch im Nachfolger weitgehend auf einen Schauplatz, in dem eine andere Klientel von Jäger und Beute aufeinander losgelassen wird. Jagdgrund ist hier eine verfallene Klosterschule, die vor 40 Jahren Tatort eines Massakers wurde, mit dem sich eine Schülerin, Baseballschläger in der einen, Pumpgun in der anderen Hand, des Lehrkörpers entledigte. Der gespenstische Ort ist natürlich ein Magnet für abenteuerlustiges Jungvolk, das bei sanftem Grusel diversen Unterhaltungsinteressen nachgehen will. Wie auch die Kids an einem verhängnisvollen Abend, die mit Cheerleader, Sportkanone, Aufreißer, Punk-Girl, Jungfrau und Ja-Sager repräsentativ besetzt sind. Bei wispernden Stimmen im Soundtrack, Spinnweben an den Wänden und Kamerafahrten durch düstere Korridore nimmt das Unheil seinen Lauf, als ein paar verschraubte Teufelsanbeter die Punkerin einem Dämon opfern, der sich nicht lange um seinen Besuch bitten lässt. Schnell ist damit ein weiblicher Zombie geboren, der nach ein paar Splattereffekten rasch Gesellschaft bekommt. Danach ist die Handlung überschaubar, lässt die Untoten Jagd auf die Lebenden machen, bis Adrienne Barbeau in der Rolle der zum Stadtgespenst verurteilten Ex-Klosterschülerin Christine wie schon 40 Jahre zuvor reinen Tisch macht. Barbeau, Ex-Frau John Carpenters und Heldin von Horrrorklassikern wie "Fog- Nebel des Grauens", ist die prominenteste Darstellerin in einem Team der Namenlosen, sieht man von Rapper Coolio und seinem nur für Marketingzwecke tauglichen Minutenauftritt ab. Größere Namen sind nicht erforderlich, denn die darstellerischen Anforderungen gehen über eine Schulaufführung nicht hinaus. Der Ton von "The Convent" ist mehr dem Klamauk als dem Schrecken verpflichtet, auch wenn im Schleichgang durch die Gänge kriechende Zombies schon mal einem Cheerleader die Kopfhaut abziehen. Ob man sich bei dieser Mischung auch amüsieren kann, ist eine Frage der Stimmung - der eigenen und der im Kino. kob.
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