Der von Horror-Ikone Clive Barker (wieder als ausführender Produzent tätig) in seinem Roman "The Forbidden" erdachte farbige, hakenschwingende Candyman (Tony Todd) geht in dem brutalen Horrorschocker "Candyman: Farewell to the Flesh" erneut seinem mörderischen Handstumpfwerk nach. Bill Condon übernahm den vakant gewordenen Regiestuhl von Bernard Rose, der das Original inszenierte, mit seiner vielgelobten Beethoven-Filmbiographie "Meine unsterbliche Geliebte" mittlerweile aber zu respektablen Ufern aufgebrochen ist. Dabei handelt es sich weniger um ein Sequel von "Candymans Fluch" als ein Remake, dessen Handlung von Chicago nach New Orleans verlegt wurde. Das bedrückend schwüle Flair der mystisch-geheimnisumwobenen Südstaatenstadt während der Mardi-Gras-Karnevalszeit, das von Kameramann Tobias Schliessler ambitioniert in ausdrucksstarken Bildern eingefangen wurde, trägt entscheidend zur überraschend stimmigen Atmosphäre des Slasherflicks bei.



