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Mit nicht weniger als dem Anspruch, der Star Trek Serie neues Leben einzuhauchen, ging J.J. Abrams unter immensem Druck von Seiten der Fans als auch der Studios an den Start. Verständlich – denn nach Flops wie „Star Trek Der Aufstand“ und „Star Trek Nemesis“ und der Serie „Enterprise“ verschrieb Paramount ihrem bis dahin als Goldesel geltenden Franchise erst einmal eine Ruhepause. Am Donnerstag startete J.J. Abrams Star Trek weltweit Premiere. Yahoo! Movies hatte dabei Gelegenheit, mit dem Regisseur über den Film, die Erwartungen der Fans und seine persönlichen Filmhelden zu sprechen.
Yahoo! Movies: Mr. Abrams, mit Fernsehserien wie Lost, Fringe und ihren Filmprojekten haben sie unglaublich viel zu tun. Wie behalten Sie den Überblick?
J.J. Abrams: Das ist knifflig. Aber Laptop, Internet und mein Blackberry helfen. Weil ich dadurch Berichte, Bilder, Szenen, Designs und so weiter bekommen und bewerten kann, ohne tatsächlich vor Ort zu sein. Dadurch ist es möglich so viele Projekte gleichzeitig zu jonglieren. Außerdem ist es ja nicht so, dass ich alles alleine mache. Ich kann mich auf ein großes und sehr talentiertes Team verlassen.
Warum hört man die berühmte Star Trek Titelmelodie erst im Abspann des Films?
Den bekannten Glockenklang kann man in verschiedenen Szenen im Film hören, das ist richtig. Warum man das Hauptthema erst am Ende hört: Der Film handelt auch ein wenig davon, sich dieses Recht zu verdienen. Anfangs sind Kirk, Spock, Uhura und die anderen ja noch nicht das Team, das man aus der Serie kennt. Erst am Ende des Films wird aus dieser Gruppe von Individuen das Team, welches man kennt und das zur Legende wurde. Manche meinten, ich solle es überhaupt nicht verwenden. Aber ich war davon überzeugt, dass man es seinen Platz haben musste - nur eben nicht am Anfang des Films.
War es für sie wichtiger
die alten Fans zu befriedigen oder neue Fans zu erreichen?
Das war einer der Drahtseil-Akte, die wir vollführen mussten. Tatsächlich ist keines dieser beiden Ziele wichtiger als das andere. Man könnte argumentieren, dass es wichtiger sei, die große Masse zu erreichen, weil es einfach sehr viel mehr Menschen sind. Auf der anderen Seite ist sie aber nicht so lautstark, wie Star Trek Fans, die unglaublich leidenschaftlich sein können, wie sie wissen. Deswegen war es für uns gleichermaßen wichtig, sie glücklich zu machen. Ich würde sagen, mein war Ziel nicht war, einen Film ausschließlich für die Fans zu machen. Ich glaube, wenn wir unseren Job gut gemacht haben, dann haben wir sie auf jeden Fall für uns gewonnen. Ich wollte keinen Film machen, der sie ausschließt, sondern einen, der sie so weit es nur geht mit einschließt. Von daher ist jede Gruppe wichtig!
Was denken Sie. Hat eine neue Star Trek-Serie im Fernsehen Chancen?
Oh, ich würde Star Trek sehr gerne wieder im Fernsehen sehen. Irgendwann, wenn es richtig gemacht ist. Allerdings habe ich nicht die Rechte an einer TV-Serie und ich kann das nicht kontrollieren. Aber wer auch immer das entscheidet, oder am Ende machen wird. Ich denke, es wäre eine interessante Herausforderung. Vor allem, weil es schon so oft getan wurde, und man sich überlegen müsste, wie man es angehen soll.
Sie haben in ihren
letzten Filmprojekten immer mit Stars gearbeitet, zum Beispiel Tom Cruise in Mission
Impossible 3. Jetzt setzen sie bei einem so großen Projekt auf relativ unbekannte Schauspieler. Wieso?
Zuerst möchte ich anmerken. Mit Tom Cruise zu arbeiten war sehr entspannt. Einfach, weil er nicht den „Macker" heraushängen ließ, kein Egomane war. Sein vorrangiges Ziel war immer, den bestmöglichen Film für sein Publikum zu machen. Die ersten Worte, die er am Set vom MI3 mit mir wechselte, waren: „Du bist der Regiesseur, ich bin Dein Schauspieler. Du gibst die Richtung vor." Ich dachte mir, „Ja klar, schau'n wir mal wie ernst er das meint." Es gab nicht einen Tag am Set, an dem er diesen Satz vergaß.
Am Set von Star Trek habe ich ihn dann wirklich vermisst. Er hat uns zwar ein paar Mal besucht, aber es war natürlich nicht das Gleiche.
Das richtig seltsame ist aber, dass wir mit einem Budget ausgestattet wurden, der problemlos ein oder zwei Superstars erlaubt hätte. Aber wir hatten sie nicht. Fast das komplette Budget floss direkt in den Film. Klar, spielten Eric Bana und Leonard Nimoy als bekannte Schauspieler mit. Aber dennoch hatten wir unermesslich viel Geld für den eigentlichen Film zur Verfügung. Dass das Studio uns das durchgehen ließ, wundert mich noch heute. Das ist geradezu unglaublich ungewöhnlich.
War es schwer Leonard Nimoy für die Rolle zu gewinnen?
Anfangs haben wir ihn besucht und die Idee des Films vorgetragen. Leonard Nimoy war sehr nachdenklich und fand die Idee zwar Wert, darüber nachzudenken. Allerdings sagte er nicht gleich zu. Also gingen wir los und begannen mit dem Drehbuch. Nachdem wir eine Weile am Buch geschrieben hatten, wurde uns bewusst, wie wichtig Leonard Nimoy für den Film geworden war. Denn wir haben nicht einfach nur eine Cameo-Szene geschrieben, damit einer der ursprünglichen Crew mitspielen konnte. Nimoys Spock war in der Tat ein Katalysator für die ganze Geschichte. Deswegen musste er einfach mitmachen. Es wäre ja auch nicht möglich gewesen, Spock einfach neu zu besetzen. Außerdem war es der endgültige "Ritterschlag" für den Film, denn er würde die Fackel an eine neue Generation weitergeben. Das ist etwas, was Leonard Nimoy eine lange Zeit nicht getan hatte, obwohl er immer wieder gefragt wurde. Wir waren sehr glücklich, dass er am Ende zusagte.
Mit welchen Filmen wuchsen sie auf und welche findet man in ihrem DVD Regal?
Ich bin ein Fan von allem. Einer meiner Lieblingsfilme ist "Das Philadelphia Experiment". Ich mag Hitchcock-Filme, vor allem "Der unsichtbare Dritte" und „Das Fenster zum Hof". Als kind liebte ich Star Wars und „Unglaubliche Begegnung der dritten Art". Es gibt einfach so viele Filme, die ich liebe. Als Kind war ich vernarrt in die „Unglaubliche Geschichten" (Twilight Zone, Anm. der Red.), die mich ungeheuer prägten. Ich habe jede Episode mehrmals gesehen, manchmal sogar die Schule geschwänzt, um eine Folge nicht zu verpassen. Dann liebte ich aus irgendeinem Grund „Planet der Affen" mit Charlton Heston.
Star Trek taucht hier gar nicht auf.
Ich war auch kein Star Trek Fan...
Warum?
Weil mir einfach der emotionale Einstieg fehlte. Ich kann es nicht anders beschreiben. Es gab Kirk, dann gab es Mr. Sock... Ich konnte mich nicht wirklich mit ihnen identifizieren. Weder war ich so großspurig, attraktiv oder schlau wie Kirk. Noch so logisch und geradeheraus wie Spock. Ich war nicht Sulu, noch Scotty, noch Pille oder Uhura. Auf irgendeine seltsame Art und Weise ich die Serie damit objektiviert.
Das änderte sich, als ich mich tiefer damit auseinandersetzen musste. Seitdem liebe ich es. Ich mag die Charaktere, die Situationen, den Witz, den Optimismus. Man könnte sagen - inzwischen habe ich kapiert, worum es geht.
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Vor über 1000 Jahren kamen sie aus dem Norden - die wilden Kerle mit den lustigen Helmen. Der cleverste unter ihnen: ein kleiner Junge namens Wickie... Alle infos, Bilder und Filmkritik finden Sie im Special.
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Benutzer Kommentare
Hätte er mal die Finger weg gelassen.Als Trekker(nicht Trekkie)sanden mir nach dem Kinobesuch die Haare zu Berge.Inhaltliche Fehler häufen sich.Das gesamte Star Trek Universum wird ad absurdum geführt.Man könnte seitenweise schreiben ,aber als Fazit: Ein teils gut gemachter Sci-Fi-Action Film,aber mit Star Trek hat das nichts zu tun!
Posted by: kodex12000 on So 22:44 10.Mai. | Missbrauch meldenDer Bericht hat zu viele Rechtschreibfehler. Da stehen einem ja die Haare zu Berge.
Posted by: franky.lukas on Mo 00:38 11.Mai. | Missbrauch meldenToller Film, ganz grosses Kino. Mir ist es egal, ob ich ein Trekkie oder Trekker bin, sowas ist doch irrelevant. Wichtig ist, dass in dem neuen Film der Kern von "Trek" getroffen wurde: tolle Charaktere, eine packende story, scharfe Dialoge, ein plausibler Antagonist. J.J.'s Werk hat meine Erwartungen vollkommen uebertroffen, und ich bin dankbar dafuer. Trek ist wieder da!
Posted by: cristinanissen on Mo 14:12 11.Mai. | Missbrauch melden