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Doch welches Ungetüm ist einsamer Herrscher im Monsterreich? Welcher Gigant ist mehr als die Summe der Special Effects, mit denen man ihn zusammengebastelt hat? Fürs Siegertreppchen der Kinoriesen braucht's eben mehr als blanke Technik. Kultpotential, Trashfaktor und Gänsehaut-Garantie ebnen den Weg in die Herzen von Zuschauer-Generationen. Wer das geschafft hat?
Monstermäßig am ergiebigsten waren ohne Frage die 50er Jahre. Viele der US-Horror-Movies mit gigantische Ameisen, Spinnen, Oktopussen und sonstigen Abnormitäten kennt man heute kaum noch, wenn man kein ausgewiesener Cineast ist. Aber an den unfassbar schrillen Filmpostern mit kunstvoll drapierten Fräuleins in Nöten und bedrohlich posierenden Megaviechern kann sich jeder freuen. Absurder geht's einfach nicht - und schöner auch nicht. Zum Schaudern habe ich für Euch die besten zehn Plakate zusammengestellt (siehe Bildergalerie!).
Aber auch wenn man die Filme nicht in seiner DVD-o-thek hat: Einen Rieseneinfluss auf alles, was bis heute im Genre passiert, hatten und haben die Streifen samt ihren Protagonisten - von der 50-Fuß-Frau, die Autobahnen auseinander nimmt, bis zum Mutanteninsekt, das ganze Dörfer auslöscht. Sie sind so wichtig wie die Endlosmär um Godzilla, der ab den Fünfzigern mit seinen unzähligen Feinden und Verbündeten von Japan aus seinen Siegeszug um die Welt antrat.
Nun aber zu den Filmen, deren Monster unser Herz und einen festen Platz in der heutigen Popkultur erobert haben. Hier kommen die - selbstverständlich äußert subjektiv ausgewählten - Top-Five-Kino-Monster!
Woran merkt man, dass sich ein Tyrannosaurus Rex dem Jeep nähert? Ganz einfach: Nur auf die Oberfläche des Wassers im Trinkbecher gucken. Wackelt die in regelmäßigen Abständen, kommt der Menschfresser. Zugegeben, ist eigentlich nicht mein Tipp, sondern eine geniale Inszenierungsidee von Meister Steven Spielberg. Im Dino-Abenteuer "Jurassic Park" sorgte er mit diesem Kniff für ein genussvolles Atemanhalten im ganzen Kino. Und auch sonst war der erste Film der Reihe um die wiederbelebten Urzeitriesen ein nervenkitzelnder Kracher. Ganz klar gebührt der Bestsellerverfilmung, oder besser ihren tödlichen Bestien, ein Platz in der Hall of Monsterfame.
US-Militärdrill meets Monsterkäfer in "Starship Troopers". Trashiger als dieser Film von Paul Verhoeven geht es kaum. Da wird mit tumben Sprüchen absoluter Gehorsam gefordert, da fliegen Körperteile durch die Gegend und widerliche Megainsekten töten, schleimen und beißen, was das Zeug hält. Von der angeblich beabsichtigten Satire auf den Faschismus ist für normalbegabte Zuschauer nix zu erkennen. Warum man also trotzdem seinen Spaß hat? Schwer zu erklären. Vielleicht ist es einfach die Faszination des Grauens und das belustigte Staunen über das, was tolle Computereffekte im Zusammenspiel mit reduzierter Schauspielkunst anrichten können.
Wie Claus Hipp für garantiert verträgliche Babykost, so steht Roland Emmerich mit seinem Namen für Dimensionen sprengendes Popcorn-Entertainment. Nach "Stargate" und "Independence Day" wandte er sich von den Aliens ab - und dem wohl bekanntesten Monstermythos zu: Godzilla. Damit weckte er große Erwartungen, die er für viele Kritiker mit seinem Film nicht erfüllen konnte. Ich mag ihn. Das alles zerschmetternde Monster bei der Autojagd, die Szenen im Stadion voller schlüpfender Godzillababys und der Blick ins Auge des Monsters sind Bilder, die im Gedächtnis bleiben. Neben dem Adrenalin im Blut freut man sich auch über Jean Reno als supergeheimen Geheimagent, der sich mit französischem Akzent und Waffen durchs Schlamassel ballert.
Was ist grün, groß und hat sooooooooo einen Hals vor Wut? Na klar, der Hulk. Den kannten Millionen als Comic-, Zeichentrick- und TV-Held, bevor sich 2003 Eric Bana und 2008 Edward Norton an der Verkörperung des gammaverstrahlten Riesen versuchten. Die Reaktionen waren gemischt. Ich denke, beide haben ihre Sache gut gemacht - nur eben zwei unterschiedliche Aspekte ins Zentrum gestellt. Schreit eigentlich nach einem Heimkino-Doublefeature mit Freunden. Beide ansehen und vergleichen. Welcher ist grüner, welcher zorniger, wessen Verwandlung vom Wissenschaftler zum Monster besser gemacht?
Nach lauter Tod, Zerstörung und menschlichen Dramen, darf zum Schluss auch noch ein bisschen Entspannung und Fun sein. Das bringen die wunderbar animierten Angestellten der "Monster AG". Die Story um zwei Monsterfreunde, deren Job eigentlich darin besteht, Menschenkinder zu erschrecken und die dann aus Versehen eines adoptieren und lieb gewinnen ist herzig, witzig - einfach wunderbar.
Das waren meine Highlights aus dem Monsterreich. Und welche sind Eure Favoriten?
Gigantische Grüße!
Eure Kate
Filmkritik, Bilder und mehr im Special
Vor über 1000 Jahren kamen sie aus dem Norden - die wilden Kerle mit den lustigen Helmen. Der cleverste unter ihnen: ein kleiner Junge namens Wickie... Alle infos, Bilder und Filmkritik finden Sie im Special.
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tor
Posted by: stefan.kohten on Sa 09:42 18.Apr. | Missbrauch melden