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„Ich habe Wickie bewundert", sagt Herbig. „Er war eine Identifikationsfigur. Ich konnte nachvollziehen, dass er vor Wölfen wegläuft und vor dem schrecklichen Sven Schiss hat. Das einzige, was ich nicht hatte, waren diese Wahnsinnseinfälle"
Ah ja? Das hat sich aber mittlerweile sehr geändert. Der Regisseur, Produzent, Autor und Schauspieler dreht einen Erfolgsfilm nach den anderen und sprudelt förmlich über vor lauter kreativen Ideen. Deswegen und weil er Fan der ersten Serienstunde ist, war er auch gleich davon begeistert, den Held seiner Kindheit als echten Menschenjungen zum Leinwand-Leben zu erwecken. Klar war auch von Anfang an, dass er sich stark an dem TV-Format orientieren würde, das er und viele andere auf der ganzen Welt lieben. Und weil die Serie für ihn als kleinen Jungen sooo spannend war, beschloss er auf keinen Fall einen „Weichei-Wickie" zu drehen, sondern einen gestandenen Abenteuerfilm.
Teures Abenteuer
Einen, der wirklich nach was aussieht. Dass da das eine oder andere Milliönchen draufgehen würde, war schnell klar: Wikingerschiffe- und Häuser in Originalgröße, digitale Effekte en Masse, internationale Locations und mehr haben halt ihren Preis. Apropos internationale Drehorte: Wickies Heimat, das Dorf Flake, wurde dann doch nicht wie anfangs gedacht in Schottland, Irland oder anderswo errichtet, sondern direkt vor Bullys Haustür am oberbayerischen Walchensee in der Nähe von München.
Diese Wahl traf man auch schon in Hollywood: Vor 50 Jahren wurden am und auf dem Walchensee zwei Wikingerepen gedreht - mit Kirk Douglas und mit Christopher Lee. Jetzt wurde hier für Wickie ein mächtiges Schiff zu Wasser gelassen. Ein erhebender Augenblick für alle. Wickies Filmvater Waldemar Kobus: "Da stand ich plötzlich auf diesem Schiff, das genau so aussieht wie in der Zeichentrickserie und das extra für uns gebaut wurde, und durfte am Steuer drehen. Ich hätte heulen können..."
Wellengang im Wassertank
Bayern blieb nicht der einzige Einsatzort fürs Wikingerschiff: Mit einem weiteren Modell drehten Bully & Crew im Oktober 2008 auf Malta. Denn dort gibt es ein Filmstudio mit einem riesigen Wasserbecken, das auch schon für eine Vielzahl großer Hollywood-Blockbuster wie Gladiator oder Troja genutzt wurde. In dem künstlichen Wassertank lässt sich der Wellengang wunschgemäß für die Dreharbeiten kontrollieren, während sich im Hintergrund nahtlos die Weite des echten Meeres anschließt
Auch was die Kostüme betriff, orientierte sich die Crew an der Zeichentrickserie. Bully: „Für mich war von Anfang an klar, dass wir die Helme und Kostüme der Wikinger eins zu eins aus der Zeichentrickserie übernehmen, obwohl jeder Experte nachweisen kann, dass Wikinger niemals Hörner an ihren Helmen hatten."

Drehen mit Kindern
"Man sagt ja immer: Das Komplizierteste ist der Dreh mit Kindern, mit Tieren und auf dem Wasser! Wir haben bei diesem Film nichts ausgelassen," scherzt Bully selbst über die diversen Herausforderungen. Trotzdem scheint der Regisseur nie die Nerven verloren zu haben, wie sein kleiner Hauptdarsteller Jonas Hämmerle gerne bestätigt: "Manchmal macht er auch Witze, was dann für gute Stimmung am Set sorgt. Und wenn ich was falsch gemacht habe, hat er nicht gebrüllt, sondern ist immer freundlich geblieben. So macht mir das Drehen Spaß."

Sein Filmfreundin Mercedes Jadea Diaz ist der gleichen Meinung: "Am tollsten fand ich, dass Bully immer lustig war und Späße gemacht hat. Einmal musste ich sehr, sehr lange durchhalten und habe dann als Belohnung von Bully ein gigantisch großes Eis bekommen. Von meiner Lieblingssorte Amarena Kirsch."
Störende Stromleitungen
Zum Schluss gingen die Effektkünstler ans Werk. Bully: "80 Prozent aller Einstellungen in diesem Film mussten bearbeitet werden. Angefangen von einer kleinen Retusche bis hin zu digitalen Schiffen." Es mussten real gedrehte Szenen, virtuelle Schiffe und künstliche Unwetter zusammengesetzt werden, Stromleitungen und Wohnhäuser mussten aus der Bucht am Walchensee retuschiert und die grünen Hintergründe, vor denen die Schauspieler für einige Szenen agieren mussten, digital durch Meeresfluten und Landschaften ausgetauscht werden.
Zweieinhalb Jahre hat Bully an seinem neuesten Projekt gearbeitet, der Film insgesamt brachte es auf ganze fünf Jahre Produktionszeit. Dann werden wir mal sehen, ob sich die Arbeit gelohnt hat!
Eure Kate
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Fotos: © 2009 Constantin Film Verleih GmbH
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Vor über 1000 Jahren kamen sie aus dem Norden - die wilden Kerle mit den lustigen Helmen. Der cleverste unter ihnen: ein kleiner Junge namens Wickie... Alle infos, Bilder und Filmkritik finden Sie im Special.
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Benutzer Kommentare
ich werd ihn schauen wenn er auf dvd kommt. da mir die bisherigen filme von bully nich gefallen haben will ich da kein risiko eingehen und lieber nicht das geld fürs kino bezahlen. wofür gibt es denn videotheken ^^ da kommt man billiger weg.
Posted by: erdbeerschnuffel on Do 15:43 10.Sep. | Missbrauch meldender Film ist sooooooo gigantisch und lustig geworden..war gestern natürlich sofort da drin mit meinem Sohn..es ist eben auch ein Stück meiner Kindheit..voll super geworden..lieber Michael..ich denke alles was DU anfässt wird zu Gold..Herzlichen Glückwunsch...bist ein toller Mann..ein supertoller Schauspieler und ein genialer Regisseur...und Deine Auswahl an Schauspielern ist einfach umwerfend...mach weiter so..ICH LIEBE DEINE FILME...und Dich..;-))
Posted by: unlikely2008 on Do 16:03 10.Sep. | Missbrauch meldenHut ab, Frau Mütze, dieser Film ist wiederum ein absolut gelungener Bully-Film! Herr Herbig, super Leistung die sie da abgeliefert haben! Ich liebe die Besetzung des Herrn Herbst, aber ganz besonders die Rolle des Spanischen Depeschen-Menschen ... schön das sie dazu überredet werden konnten! Einfach genial! Ich bin und bleibe Fan ihrer "Machenschaften"!
Posted by: kleinesd on Mo 11:59 14.Sep. | Missbrauch meldenDer Film lebt durch die perfekt ausgewählten Charaktertypen, die wirklich wie durch "Zauberhand" aus der Zeichentrickserie ins Leben gerufen wurden. Die Geschichte an sich hat einerseits manchmal etwas Längen gehabt, andere Elemente kamen zu knapp, man hätte die Dramaturgei etwas besser aufbauen können, da viel erzählerisches Potential vorhanden war (meiner Tochter, 8 Jahre war der Film sogar zu kurz). Wickie-untypische Elemente waren nicht Gagbringer, sondern eher störend (unnötige Gastauftritte, "halblustige" Wortmeldungen). Auch hätte Bully als "bloßer Erzähler" (ohne Auftritt) der Geschichte mehr Eindruck hinterlassen als Klamauk-Reporter. Aber alles in allem: der Gesamteindruck ist emhr als Positiv!
Posted by: gerald.offenbach on Mi 10:24 16.Sep. | Missbrauch meldenAlso ich möchte diesen Film auch gucken, alle meine Freunde haben ihn schon geguckt und sagen er ist total lustig. Ich bin schon auf dem nägsten Film gespannt von Michael Bully Herbig, den er drehen wird.
Posted by: larasumpf on Sa 11:09 03.Okt. | Missbrauch melden