Die Enge, die Wasserbomben, der Psychoterror wochenlanger Feindfahrten. Wer Wolfgang Petersens großartigen Film "Das Boot" gesehen hat, weiß: selbst wenn U-Boot-Fahrer noch einmal in einen Hafen einlaufen, sind sie unterwegs tausend Tode gestorben.
Aber die Angst ist noch steigerungsfähig, wie uns David Twohy, Regisseur des Kult-Schockers "Pitch Black", mit diesem U-Boot-Film beweist. Neben der ganz gewöhnlichen Todesangst in einem Krieg gibt er der Besatzung noch eine Extra- Portion Horror mit auf den Weg in die Tiefe.
Der Atlantik, 1943. Nachdem die Besatzung der "Tiger Shark" drei Schiffbrüchige, darunter die Krankenschwester Paige (Olivia Williams), an Bord genommen hat, ereignen sich plötzlich seltsame Dinge. Ein Plattenspieler schaltet sich selbständig ein, ein toter Mann scheint zu flüstern, die Passagiere sehen beim Blick in den Spiegel grauenhafte Fratzen. Während draußen die Wasserbomben der deutschen Marine explodieren, weichen die seltsamen Vorgänge im Inneren der U-Boot-Röhre die Nerven des ersten Offiziers Brice (Bruce Greenwood) und seiner Besatzung auf...
Regisseur David Twohy hat das Rezept eines Suspense-Horrorfilms vom klassischen Spuk-Haus auf ein U-Boot übertragen. Mit allen genretypischen Elementen und der Frage: Spukt es hier wirklich oder ist der Horror nur in den Köpfen der Protagonisten? Die Antwort darauf lässt Twohy bis zum Schluss offen. Neben seinem perfekten Timing und dem effektiven Einsatz der Darsteller gewinnt er dem Genre neue Schock-Momente ab mit Einfällen, wie sie auch "Boot"-Vater Wolfgang Petersen nicht hätte wirkungsvoller inszenieren können.
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