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Balls of Fury Filmkritik

Balls of Fury Filmkritik

Film
Balls of Fury
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2008-11-17 18:09:44
Bewertung
3/5 3 stars
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

Absurde Tischtenniskomödie, in der die "Reno 911: Miami"-Macher vor allem eine Menge Karatefilm-Klischees auftischen.

Eine dicke Figur gepaart mit dünn gesätem Menschenverstand sind schon seit den Tagen von "Dick und Doof" gefragte Attribute für Komödienstars. In diese Sparte zwängt sich nun auch der pummelige Protagonist Dan Fogler ("Der Date-Profi"). Beherzt-beleibt mimt er den quintessentiellen Verlierertypen Randy Daytona, der als Zwölfjähriger die USA bei der Tischtennis-Olympiade (erfolglos) vertreten hatte und sich seither nur leidlich über Wasser hält. Dennoch fragt der FBI-Agent Rodriguez (George Lopez) ausgerechnet Randy, am alljährlichen Pingpong-Turnier des berüchtigten Unterweltbosses Feng (Christopher Walken im skurrilen Overdrive) teilzunehmen. Da es gilt seine Spielkünste aufzufrischen, kommt es nun zur "Karate Kid"-inspirierten Trainingseinlage mit dem blinden Meister Wong (ein Szenen stehlender 78jähriger James Hong). Dessen ebenso bildhübsche wie schlagkräftige Nichte Maggie (Maggie Q turnte bereits durch "Stirb langsam 4.0") fungiert als (unwahrscheinlicher) Love Interest, die es später aus Fengs Klauen zu retten gilt. Ganz nach dem Plotstruktur gebenden Vorbild "Der Mann mit der Todeskralle" werden die Spiele beim Turnier auf den Tod ausgefochten. Beim Endspiel mit Elektroschocks steht Randy schließlich seinem garstigen Gastgeber persönlich gegenüber, was gepaart mit "Scarface" nachempfundenen Schießereien noch einige chaotische Hektik kreiert.

Inszeniert wurde die 90minütige Sportparodie von Robert Ben Garant, der in Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Kollegen Thomas Lennon das auf Nonsens setzende Drehbuch schrieb. Einige Gags sind recht amüsant, wie Randys Faible für Def-Leppard-Songs (für die Endcredits wird eine großartige Karaokesession von "Pour Some Sugar On Me" angestimmt) und Walkens Porträtierung von Feng als eine Mischung aus Geisha, Liberace und Mafioso. Seltsam mutet zudem der Auftritt von Jason Scott Lee, der Bruce Lee in "Dragon" spielte, in einer winzigen Rolle an. Allerdings schießen viele der Humor-Volleys, wie Witzchen um männliche Sexsklaven und einen toten Pandabären übers Ziel hinaus. Angesichts des niedrigen Budgets kann dieser kleine Dicke mit Super(auf)schlag kommerziell jedoch durchaus punkten. ara.

Copyright © www.kino.de 2008.



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