10/05/2007 11:44
Am heutigen Dienstag, dem 5. September 2006 brachte Regisseur Emilio Estevez mit Christian Slater und Lindsay Lohan zwei Stars seines Films "Bobby" mit an den Lido. Der sichtlich genervte Slater wurde bei der Pressekonferenz mit keiner einzigen Frage bedacht. Das mediale Interesse lag vor allem auf Lindsay. Der Regisseur durfte sich trotz des großen Rummels zu seinem Werk äußern.
Das Ensemblestück erzählt von einer Reihe fiktiver Schicksale, welche sich 1968 kurz vor der Ermordung des Präsidentschaftskandidaten Bobby Kennedy abgespielt haben könnten. "Ich musste von diesem Tag erzählen, weil seine Ermordung sinnbildlich für den Tod der Hoffnung steht. Der Vorfall hat die Nation verändert und uns in ein Loch gestürzt, aus dem wir uns bis heute nicht befreit haben", erklärte Estevez. Die Frage, ob er mit der Glorifizierung des Politikers unterschwellig Kritik an George W. Bush beabsichtige, verneinte der Filmemacher: "Das Drehbuch wurde vor dem 11. September geschrieben. Leider bekommt es eine immer größere Relevanz." Obwohl sein Werk nur in einer unfertigen Fassung gezeigt wurde, stieß es bei der Presse auf große Resonanz. Gerüchte, dass Darstellerin Sharon Stone ihren Auftritt in Venedig kurzfristig wegen einer zu geringen Gage abgesagt habe, entkräftigte der Produzent des Films: "Bei diesem Film ging es nicht ums Geld. Alle haben für ein Minimum ihrer gewohnten Preise gearbeitet".
(filmreporter.de)
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