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Schweiger und Gottschalk als Ritter und König

Klostermansfeld (ddp-lsa) Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent in einer Person: Til Schweiger dreht zurzeit in Sachsen-Anhalt seinen neuen Kinofilm «1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde». Zusammen mit seinem langjährigen Partner Tom Zickler produziert Schweiger den Film für sein Label Barefoot Films. Co-Produzent ist Warner Bros. Pictures Germany. Anfang 2009 kommt die Abenteuerkomödie in die deutschen Kinos.

In dem Mittelalter-Film machen sich der ehrenwerte Ritter Lanze (Til Schweiger) und der türkische Kleinganove und Möchtegernritter Erdal (Rick Kavanian) auf, um Herzelinde (Julia Dietze), die entführte Tochter des Königs, zu befreien An der Seite von Schweiger spielt unter anderen Thomas Gottschalk als König. Hannelore Elsner ist als Hexe zu sehen, Mark Keller als Prinz Gustav, Udo Kier als Luitpold Trumpf und Helmut Markwort als Chefredakteur der mittelalterlichen Boulevardzeitung «Schild».

Gedreht wird seit 15 Mai. Die ersten 20 Minuten des Films sind bereits geschnitten. Drehen und parallel dazu schneiden, gebe ihm Kraft, sagt Schweiger. Das sei besser, als zwei Stunden länger zu schlafen.

Bis Mitte Juli dreht das Team in historischen Gemäuern in Sachsen-Anhalt, Bayern und Berlin Schweiger sagt, solche Locations seien unerlässlich. Im Mansfeldischen etwa habe seine Crew auf kleinstem Raum viele Innenmotive gefunden, etwa in der aus dem 12. Jahrhundert stammenden evangelischen Kirche. Es gebe aber auch ausgezeichnete Drehorte im Freien - wie etwa der Regenstein bei Blankenburg im Harz. Außerdem seien die Menschen in dieser Region sehr sympathisch und aufgeschlossen, lobt Schweiger.

Gottschalk, der in dem Film eine mächtige Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand ein Zepter trägt, ist begeistert von dem Projekt «Hier entsteht was, was in Deutschland nicht jeden Tag entsteht.» Dieser Ritterfilm verbinde Comedy und Spannung. Es sei mehr als eine «biedere Erwachsenenunterhaltung». Einen solchen Film habe er auch wegen dieses Budgets - 6,7 Millionen Euro - nicht für möglich gehalten. Auch Schauspieler Kier, der in Hollywood arbeitet, ist überzeugt, der Ritterfilm könne sich «neben jeden amerikanischen Film» stellen.

Drehbuchautor Oliver Ziegenbalg stand dem Projekt nach eigenem Bekunden zwar zunächst skeptisch gegenüber, dann habe er aber doch recht schnell Lust darauf bekommen «Die Ritterwelt ist unsere Welt», sagt Ziegenbalg und fügt hinzu, in der mittelalterlichen Welt des Films gebe es wie heute eine Bildungsmisere, alle säßen beim Analytiker und auch sonst spiegle der Film das Heute wider.

Sachsen-Anhalt erweist sich zunehmend als beliebter Filmstandort Neben dem Ritterfilm fand in diesen Wochen bereits ein weiterer Dreh große Beachtung: «Last Station» mit Helen Mirren und Christopher Plummer wurde in der Nähe von Wittenberg aufgenommen. Der nächste Drehstart wird in Magdeburg sein. Der Film über das Leben von Hildegard Knef («Hilde») mit Heike Makatsch in der Hauptrolle soll überwiegend in der Landeshauptstadt in Szene gesetzt werden.

(ddp)


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