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«Bully» plant heimliche Kinobesuche bei «Lissi und der wilde Kaiser»

München (ddp-bay) Michael «Bully» Herbig wartet nach fast dreijähriger Produktionszeit mit Spannung auf die Kinopremiere seines ersten 3D-Animationsfilms am 25. Oktober. Die Reaktionen der Zuschauer auf die Komödie «Lissi und der wilde Kaiser» - eine Parodie auf die Sissi-Filme der späten 50er Jahre - will der Erfolgsregisseur bei heimlichen Kinobesuchen persönlich testen. «Das macht mir am meisten Spaß - dazusitzen und zu gucken, ob es gefällt oder nicht», sagte der 39-Jährige am Montag bei der ersten Präsentation des Films in München.

Nach «Der Schuh des Manitu» (2001) und «(T)Raumschiff Surprise - Periode 1» (2004) hat Herbig mit dem jüngsten Werk seine filmische Trilogie auf Basis von Sketchen der Comedyserie «Bullyparade» vollendet Er ist Regisseur, Produzent, gemeinsam mit Alfons Biedermann Autor des Streifens und spricht neben der Hauptfigur Lissi zwei weitere Rollen in dem Film. Den meisten Figuren hat allerdings Rick Kavanian seine Stimme geliehen.

Im Mittelpunkt von »Lissi und der wilde Kaiser« steht das überglückliche österreichische Kaiserpaar Lissi und Franz Deren heile Welt gerät eines Tages völlig aus der Bahn, als Lissi vom Yeti (gesprochen von Waldemar Kobus), einem ungepflegten Rüpel aus dem Himalaya, entführt wird. Begleitet von seinem treuen Freund, dem Feldmarschall (Rick Kavanian), und der liebestollen Kaiserin Mutter (Lotte Ledl) macht der Kaiser (Christian Tramitz) sich auf die Suche nach Lissi.

Einen Animationsfilm zu drehen, sei vor allem aus «ästhetischer» Sicht die richtige Entscheidung gewesen, zog Herbig mit Blick auf seine früheren Auftritte im Sissi-Kostüm Bilanz «Ich weiß auch nicht, wie Sie reagiert hätten bei einer Kussszene zwischen Christian Tramitz und mir», fügte er hinzu. Als Kompromiss trägt nun aber die computeranimierte Lissi unverkennbar Herbigs Gesichtszüge.

Den Film, für den rund 50 Animatoren im Einsatz waren, nannte Herbig «einen Kniefall» vor den Original-Sissi-Filmen Die starke Konkurrenz der 3D-Animationsfilme aus den USA fürchtet Herbig nach eigenen Worten nicht. Der Boom der vergangenen Jahre zeige vielmehr, dass sich dieses Genre etabliert habe. Im Gegensatz zum manchem US-Animationsstreifen mit einem Budget von über 100 Millionen Dollar habe sein Film aber etwa «ein Zehntel davon» gekostet.

(ddp)


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